User- / Task-Analyse
Typische Aufgabenstellungen erfassen aus nutzerorientierter Sicht
Use-Cases
Sogenannte Use-Case-Modelle dienen dazu, zu Beginn eines Projektes oder für einen Nutzertest typische Anwendersituationen bzw. Aufgabenstellungen zu erfassen. Dieser erste Schritt ist Grundlage für eine nutzerorientierte Sichtweise auf ein System und dient der Strukturierung von Aufgaben / Tasks und Prozessen hin zu Anwendungsabläufen die für den Nutzer klar verständlich und zielführend sind. Benutzer erwarten stets Antwort auf die Fragen "Wo bin ich?", "Was muss ich tun?" und "Wo kann ich hin?".
Die Länge von Abläufen und Prozessen ist beliebig. Tests haben ergeben, dass Benutzer längere aber verständliche Abläufe mit klaren Einzelschritten im Vergleich zu umfangreichen und komplexen Masken vorziehen. Die Aufgabe der Strukturierung von Anwendungen in Aufgaben, Abläufe und Prozesse bis hin zur Ausgestaltung von Masken in einem Storyboard legt den Grundstein für eine hohe Usability.
Vorgehensweise:
Use-Cases werden in der Task-Analyse durch Interviews, Befragungen und Nutzertests dokumentiert. Das Resultat einer User- bzw. Task-Analyse ist die Dokumentation von Use-Cases als Prozess bzw. Interaktionsmodell. Auf Basis dieser Dokumentation werden konsistente Prozesse und Abläufe definiert, die für den Nutzer mit wenig Lernaufwand verbunden sind.
Nutzerorientierung: Sprache des Benutzers sprechen
Zur nutzerorientierten Konzeption gehört neben der Strukturierung von Abläufen und Prozessen auch die Definition von klar verständlichen Begriffen und Formulierungen. Benutzer verstehen gut Analogien aus der Realität (daher "Warenkorb" in einem Online-Shop oder "Ordner" in einem Dateisystem). Verständliche Begriffe und Formulierungen sorgen für ein Gefühl der Sicherheit beim Benutzer - oft reichen schon kleine Abweichungen aus, um Unzufriedenheit und Verständnislosigkeit beim Benutzer hervor zu rufen.
Beispiel: Produktsortiment oder Leistungsportfolio
Die meisten Unternehmen gliedern ihr Angebot in Rubriken und Strukturen, die produktions- oder markt-technischen Gesichtspunkten folgen. Viele Benutzer verstehen das nicht. Die kognitive Leistung, die für die Übersetzung der Strukturen in die eigene Anforderung benötigt wird, kann nicht abverlangt werden oder sorgt für eine Absenkung der Motivation.
Sind Ihnen einige Begriffe unklar?
Dann schauen Sie doch einfach mal in unserem Usability-Glossar nach. Dort werden die gängigsten Usability-Begriffe und -Definitionen erklärt.

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